Mit dem IÖR-Materialkataster Deutschland lässt sich das Potenzial für das zirkuläre Bauen abschätzen.
Die Grundlage für den Aufbau des Materialkatasters bilden die 3D-Gebäudemodelle, die das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) zur Verfügung stellt. Dieser Datensatz wird am IÖR aufbereitet und mit Daten angereichert, um die Gebäude zu typisieren und mit Materialkennzahlen zu verbinden.
Die hierzu genutzten Materialkennzahlen sind das Ergebnis langjähriger Forschungsarbeiten am IÖR. Dafür wurde die Baukonstruktion von Gebäuden analysiert und für jedes Bauteil die eingesetzten Materialien und ihre Menge ermittelt sowie typenbezogene Materialkennzahlen abgeleitet.
Im Ergebnis entsteht ein detailliertes Bild für den deutschen Gebäudebestand. Es beschreibt, welche Materialien in welchen Mengen in den Gebäuden verbaut sind. Das Materialkataster Deutschland bietet damit erstmalig auf Bundesebene eine umfassende Informationsbasis zur Materialität der Gebäude, die für vielfältige neue Anwendungsfelder im zirkulären Bauen genutzt werden kann.
Die Forschungsdaten stehen im Repositorium des IÖR, kurz ioerDATA, zum kostenfreien Download für alle Interessierten bereit – insbesondere für Kommunen, Unternehmen und Forschende.